„Da, wo Kultur wegbricht, beginnt Gewalt”
August Everding (*1928-1998) deutscher Regisseur, Manager, Kulturpolitiker und Intendant
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Historie des Trierer Comedy Slams

Eine Erfolgsgeschichte
Im Dezember 2003 erblickte der Trierer Poetry Slam „Verbum Varium Treverorum" das Licht der Trierer Bühne und riss viele Interessierte aus ihrer literarischen Lethargie. Damit kam endlich ein subkulturelles Format in die Stadt, das sich anderorts schon seit mehr als zehn Jahren höchster Beliebtheit erfreute.Aus diesem extrem puristischen Format (nur der Künstler und sein Text befinden sich auf der Bühne) entstand die Idee, den Trierer Comedy Slam zu entwickeln, erdacht als lustiges Pendant und mit erweiterten Regeln: Zeitlimit pro Auftritt max. 10 min., jegliche Hilfsmittel erlaubt!
Bei diesem Bühnenformat handelt es sich um einen Talenwettbewerb aus dem facettenreichen Bereich des Comedy, den vornehmlich äußerst begabte Nachwuchskünstler nutzen, sich und ihre Nummern vor Publikum auszuprobieren. Anfangs eher als Geheimtipp gehandelt, avancierte der Trierer Comedy Slam sehr schnell zu einer äußerst beliebten Veranstaltung für Jung und Alt, für die man immer wieder bereit war, sich in die Besucherschlange einzureihen und im schlimmsten Fall unverrichteter Dinge wieder gehen zu müssen. Auch namhafte Künstler begannen auf ihn aufmerksam zu werden. So sind beispielsweise immer wieder auch aus den Medien bekannte Comedians auf der Trierer Bühne zu sehen, wie z. b. der österreichische Kölner Matthias Seling, bekannt geworden durch Nightwash und Gewinner des 1. Master Comedy Slams, aus der Hauptstadt kommend der Kabarettist der leisen Töne, Sebastian Krämer, der den 2. Master Comedy Slam gewann, oder der aus Mainz nicht mehr weg zu denkende Tobias Mann, der ja, wo auch immer er auftritt, alle Preise einheimst.Im Juni 2006 setzte er sich bei einem regulären Slam gegen die anderen Mitstreiter durch und gewann ebenso spielend den 3. Master Comedy Slam.Maximal sechs Künstler stehen bei dem monatlich stattfindenden Event auf der Bühne, die in zwei Vorrunden gegeneinander antreten. Am Ende jeder Vorrunde, und nachdem der Moderator die jeweils zehnminütigen Auftritte auf den Punkt gebracht hat, entscheidet das Publikum per Akklamation, wer in das Finale einziehen darf. Auch hier wieder Zuschauerentscheid per Applaus, und fest steht, wer Gewinner des Abends ist, die Siegesprämie erhält und dann zum nächsten Master Comedy Slam eingeladen werden wird.Von einem Versuchsballon, gestartet 2004, mauserte sich der Komikerwettbewerb bereits innerhalb der ersten 12 Monate zu einer erfolgreichen Veranstaltungsreihe. Zum einjährigen Jubiläum im April 2005 wurden erstmals die Sieger und Wegbereiter nach Trier eingeladen. Um dem erwarteten Besucherandrang gerecht zu werden, ca. 800 Besucher kamen schließlich auch, fand die Veranstaltung in der Produktionshalle der ehemaligen Paulinus-Druckerei statt. Bereits nach einem Jahr hatte sich Trier in der Comedy Sparte zur rheinland-pfälzischen Hochburg entwickelt, und so gastierten beim ersten Master Comedy Slam, bei dem auch erstmalig der Constantin Comedy Preis in Form einer kleinen Statue und einem mit 500,- € dotierten Preisgeld von dem Kulturdezernenten Ulrich Holkenbrink überreicht wurde, Stand-up Comedians der oberen Liga.Nachdem der Trierer Comedy Slam schon im ersten Jahr seines Bestehens zum Kultevent aufstiegen war, wurden auch die Meisterschaften der kommenden Jahre immer wieder zu Highlights einer ungebrochen erfolgreichen Saison, was auch die hohen Besucherzahlen dokumentierten, bis im April 2009 zum 5. Mal der Constantin Comedy Preis verliehen werden konnte, wieder einmal an einem ungewöhnlichen Ort, nämlich in der Halle des Ex-Edeka in Trier West. Es blödelten, musizierten, zauberten und tanzten neun Nachwuchskünstler um die Wette, und dieses Mal wurde ein Aachener Sieger: Stefan Rosenland.Seit seinem Bestehen ist der Trierer Comedy Slam aufgrund seiner deutschlandweiten Einmaligkeit, seinem Kultstatus, den er sehr schnell erreicht hatte, und der ungebrochen hohen Nachfrage aus der kulturellen Szene der Stadt Trier nicht mehr weg zu denken. Die im November 2005 erschiene DVD „Best of Comedy Slam" war schnell ausverkauft und seine Beliebtheit führte ihn im Januar dieses Jahres auch erstmalig über die Stadtgrenzen hinaus nach Koblenz, wo er im Rahmen des Kulturforums vor einem begeisterten Publikum seinen ersten Gastauftritt fern der Heimat absolvierte. 
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