Workshops in den Landessprachen

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Das Projekt QuattroPole Slam 3.0 ist ein weiterer Schritt zum Aufbau einer Community von Bühnenliteraten in den Städten Luxemburg, Trier, Saarbrücken und Metz.

In vier jeweils muttersprachlichen kostenfreien Workshops in den vier QuattroPole Städten erhalten Interessierte die Möglichkeit, sich dem Phänomen Poetry Slam in Theorie und Praxis zu nähern.

Nach den muttersprachlichen Workshops in den einzelnen Städten, werden die Teilnehmer zu einem Wochenende nach Trier eingeladen. Im Rahmen dieses Wochenendes werden drei mehrsprachige Workshopleiter den Teilnehmern nicht nur Hilfestellung bei der Textverfeinerung leisten – auch gemeinsame Performance Übungen werden Wege zur Kunst von Spoken Word aufzeigen.
Hier wird gewispert und geschrien, geflüstert und gebeatboxt, gebattlet und geschmust.

 

Equipe franco – allemand - luxembourgoise
Ein Ziel ist die Bildung eines mehrsprachigen Poetry Slam Teams, welches seine erste Live – Auftrittsmöglichkeit im Rahmen der dritten rheinlandpälzischen Landesmeisterschaft vom 16.-18. Oktober in Trier haben wird.

Alle Angebote innerhalb des Projektes QuattroPole Slam 3.0 sind für die Teilnehmer gebührenfrei.
Für Verpflegung und Unterkunft im Rahmen des Workshop-Wochenendes ist gesorgt. Entstehende Fahrtkosten werden übernommen.

Träger der Maßnahme des Projektes ist Kultur Raum Trier e.V.


QuattroPole Slam 3.0 – die Einzeltermine:

Muttersprachliche Workshops

Donnerstag 18.9., 17 - 21 Uhr, Juz Försterstraße, Försterstr. 6-8, 66111 Saarbrücken mit Benedict Hegemann

Mittwoch 24.9., 17 - 21 Uhr, Association Carrefour, Salle 6, 6 rue Marchant, 57000 Metz mit Nicolas Weidmann

Donnerstag 25.9., 18 - 22 Uhr, Cercle Cité, Salle 502, 2, rue Genistre, 2012 Luxembourg mit Francis Kirps

Samstag 27.9., 15 - 19 Uhr, Mergener Hof, Rindertanzstr. 4, 54290 Trier mit Benedict Hegemann

4. und 5. Oktober mehrsprachiges Workshop Wochenende Mergener Hof, Trier mit Francis Kirps und Nicolas Weidmann
Start 04. 10. ab 14 Uhr

Weitere Infos und Anmeldung unter www.kulturraumtrier.de und Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

Die Workshopleiter

 Francis Kirps, geboren und aufgewachsen in Walferdingen/Luxemburg lebt und arbeitet in Lintgen/L. 2000 und 2001 gewann er jeweils den zweiten Preis des „Concours Littéraire National“.

Als Schriftsteller debütierte Francis Kirps in den 1990er Jahren mit Texten in der Zeitung der Luxemburger Studenten in Straßburg, zu deren Begründern er gehörte, und mit Gedichten in den Cahiers luxembourgeois (1998). 2000 und 2001 gewann er jeweils den zweiten Preis beim Concours littéraire national für phantastische Kurzprosa bzw. Lyrik. Die prämierten Texte erschienen in den Sammelbänden Contes fantastiques (Echternach 2001) und A sept voix (Esch-Alzette 2002).

Ab 2003 wandte sich Francis Kirps zunehmend der Poetry-Slam-Szene zu. Er nahm 2004-2006 an Poetry-Slam-Meisterschaften in Stuttgart, Leipzig und München teil und war 2007 Veranstalter des ersten international besetzten Poetry Slams in Luxemburg. 2009 gründete er mit Luc Spada die erste Lesebühne Luxemburgs im Café d:qliq, 2010-2012 war er Mitveranstalter der Saarbrücker Lesebühne Dichterdschungel, und seit 2011 veranstaltet er mit Claudine Muno und Christian Happ wiederum eine Lesebühne, nunmehr im Café Rocas in Luxemburg, zu der Gäste aus dem In- und Ausland eingeladen werden.

Lyrik und Prosa von Francis Kirps sind allgemein durch (nicht selten schwarzen) Humor und einen Hang zur Groteske gekennzeichnet. Das gilt auch für Planet Luxemburg und andere komische Geschichten, seine bisher einzige eigenständige Publikation. Die neunzehn Kurzprosatexte verhandeln auf skurril-absurde Weise oft popkulturelle Themen, wobei immer wieder auch Luxemburger Realitäten angesprochen werden. Die satirischen, zuweilen absurd anmutenden Erzählungen lassen, über die komischen Aspekte hinaus, deutliche zeitkritische Bezüge erkennen.

Texte von Francis Kirps erschienen ebenfalls in den Sammelbänden Poetry slam verbum varium treverorum (Tholey-Hasborn 2006), Götter, Gurus und Gestörte (Berlin 2009), Hasta la vista, Johnny! (Walferdange 2011) und Bopebistro Buch (2012) sowie in der 2005 von ihm mitbegründeten Zeitschrift Exot. Zeitschrift für komische Literatur und in den Zeitschriften forum und Le Monde n’est pas rond. Er übersetzte das Langgedicht Passaport des in Luxemburg lebenden maltesischen Dichters Antoine Cassar ins Deutsche und ins Luxemburgische.

Benedict Hegemann, Jahrgang 1991, Preisträger des Jugendkulturpreises
Marburg, ist Veranstalter und Moderator mehrerer Poetry Slams in Hessen und hat über 100 Auftritte pro Jahr zu verzeichnen. Seine Slamauftritte bewegen sich von lustigem Storytelling zur tiefsinnigen Performance-Poesie. Als Schauspieler hat er ein Engagement bei den Königskindern Frankfurt. Neben den Auftritten gibt er Workshops im Bereich Textgestaltung, Perfomance und Theater für Kinder und Jugendliche.

Der 32-jährige, aus Metz stammende Nicolas Weidmann, lernte das Phänomen Poetry Slam in den Cafés der Champagnermetropole Reims vor etwa vier Jahren kennen. Es war nicht zuletzt die verblüffende Stringenz des Slam-Prinzipes, welche ihn begeisterte.

Er wurde Mitglied in der Poetry Slam Vereinigung „Slam Tribu“, und reiste slammend durch Frankreich und Europa. Bei Slam Tribu erlernte Nicolas auch die Kunst, Poetry Slam Workshops für unterschiedlichste Zielgruppen zu leiten. Seine Erfahrungen als Workshopleiter reichen vom Unterricht an Schulen bis zur „Slamtherapie“ mit Psychiatriepatienten.

Nicolas sagt selbst über Slam: „Slam lässt viel Raum für Emotionen und es gibt wenige Künste, die einen derart schnellen Zugriff auf unsere Phantasie erlauben…“