Donnerstag, 16. Oktober 2014 Tuchfabrik Trier

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Die Eröffnungsshow
Eine Poetry Slam Gala der Extraklasse. Stars der Szene verzauberten die Tuchfabrik Trier und brannten zum Auftakt der Landesmeisterschaften ein Feuerwerk der Poesie ab.

 

 


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Zu erleben waren:

Bottermelk Fresch, wie RB Leipzig aus der Asche erhob sich 2013 ein poetischer Donnervogel in den Kulturhimmel. Die drei Slam Poeten Julian Heun, Bleu Broode und Lars Ruppel fassten feuertrunken den wahnwitzigen Entschluss ein Team zu gründen um die Meisterschaft zu gewinnen. Und sie taten es und es ward gut! Die amtierenden deutschen Meister des Poetry Slams sind unterwegs im Auftrag ungeprobter Performances, holpriger Reimschemata und blumigen Pressetexten!

 

 

 

Till Reiners macht Kabarett. Es ist neu und eine Entdeckung. Seitdem er 2011 mit seinem Programm „Da bleibt uns nur die Wut“ auf Tour ist, wird er unter anderem mit der Sankt Ingberter Pfanne, dem silbernen Stuttgarter Besen und dem mittleren Passauer Scharfrichterbeil ausgezeichnet. Die Taz meint: „Das Publikum jubelt, wenn der 26-Jährige Dinge sagt, die in ihrer Offenheit entlarvend, berührend und trotzdem oft absurd komisch klingen.“
Im Poetry Slam verwurzelt, ins politische Kabarett gewachsen, merkt man, dass er es ernst meint. Mit dem Sprachwitz, mit sich und der Welt. Er braucht dafür keine ausgefeilten Requisiten und keine übergestülpte Figur. Man spürt: Da ist jemand, der sich weit aus dem Fenster lehnt, weil er entwaffnend ehrlich ist zu sich und dem Publikum. Erstaunlich, wie lustig das ist.
Aufgewachsen am Niederrhein studiert Till Reiners in Trier Politikwissenschaften, vor allem aber die studentische Theaterszene. Er engagiert sich in der Hochschulpolitik, bevor er als Poetry Slammer durch die Lande zieht und dort schon zweimal in Folge zu einem der acht besten des deutschsprachigen Raums gekürt wird.
Er zieht nach Berlin, schließt sein Studium ab und entwickelt dort sein erstes Soloprogramm „Da bleibt uns nur die Wut“.
Der Stuttgarter Besen beobachtet: Mit feinem Gespür klopft er unser Sprachgebäude auf seine Hohlblöcke ab, um dann mit Hingabe die Allerweltsphrasen zu zertrümmern, in denen wir uns gemütlich eingerichtet haben.“

 

Sulaiman Masomi: wurde 1979 in Kabul (Afghanistan) geboren und wuchs in Krefeld auf. Er hat sein Studium in Allgemeiner Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft und Kulturwissenschaftlicher Anthropologie an der Universität Paderborn abgeschlossen.
Wenn man selbst der vergesslichste Typ ist, an den man sich erinnern kann, und sich ständig vor Fremden wiederfindet, die mit Tränen in den Augen bitten, man solle sie Papa oder Mama nennen, kann das Leben schon verwirrend genug sein. Sulaiman Masomi nutzt diesen Zustand jedoch, um auf die Bühne zu gehen und den Menschen von den Strapazen seines Lebens zu berichten. Seine Vortragsweise ist mehr als authentisch, in seinen Texten erklärt er, was passiert, wenn ein Kanake rot sieht, und in welchem Zusammenhang ein alter deutscher Schäferhund und eine Sucuk-Knoblauch-Wurst zueinander stehen.
Als Schriftsteller, Poet, Rapper und Poetry Slammer wird Sulaiman Masomi vom Goethe-Institut regelmäßig als Botschafter der deutschen Sprache um die Welt geschickt. Seine wissenschaftliche Abschlussarbeit ist unter dem Titel „Poetry Slam – Eine orale Kultur zwischen Tradition und Moderne“ bei Lektora erschienen. Im Frühjahr 2014 veröffentlichte Sulaiman Masomi seine
gesamten Kurzgeschichten-Klassiker wie zum Beispiel „Ein Kanake sieht rot“ und „Ich weiß ES“ in einem „Best of Sulaiman Masomi“ bei Lektora. Darüber hinaus finden sich im Buch „Ein Kanake sieht rot“ natürlich auch neue Werke des wort- und nasengewaltigen Deutschafghanen.

 

Lars Ruppel: Seit 1985 dabei. In Gambach/Hessen groß geworden. Kein sehr guter Fußballer, trotzdem Trainer der Fußballnationalmannschaft der Poetry Slammer. Seit 2004 wohnhaft in Marburg und seit 2012 auch in Berlin.
Warum er Gedichte macht? Nun, er kann wirklich nichts anderes. So widmet er seine Zeit ganz und gar dem gesprochenen Wort. Er macht Poetry Slam von ganzem Herzen seit 2001 oder 2002, sicher weiß er es nicht. Schafft es auf bis zu 300 Bühnen im Jahr. Hui!
Und Arte war bei ihm zu Hause.

 

 

 

 

Tufa Trier
Einlass: 19:30 Uhr
Start: 20 Uhr
Eintritt: 9,-/ 7,- ermäßigt

 

Platzreservierung: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, bis 15 Uhr des Veranstaltungstages
Tickets an allen Vorverkaufsstellen von ticket Regional erhältlich, online www.ticket-regional.de oder Ticket-Hotline: 0651-97 90 777